Night City ist der Schauplatz von Cyberpunk 2077 und eine fiktive Megametropole, welche im Staat Kalifornien zwischen Los Angeles und San Francisco an der Küste liegt. Wie der Rest des Spiels basiert auch die Stadt auf ihrer Vorlage aus dem Pen&Paper Rollenspiel Cyberpunk, welches in den 80er Jahren auf den Markt kam.

Im Night City des Jahres 2077 ist die Kluft zwischen arm und reich noch größer geworden. Während oben die Reichen und die Megakonzerne die Strippen ziehen, sitzen auf der Straße das arme Volk und die Gangs, die alles für ihr Überleben tun. 

Moderne Technik wie Cyberware ermöglicht es, den eigenen Körper mit Implantaten zu verbessern, zu verschönern oder komplett auf eine Maschine zu übertragen. Der Wunsch nach öffentlichem Ansehen oder der Distanzierung der eigenen Existenz zu anderen nimmt teils groteske Auswüchse an. Doch moderne Verbesserungen sind teuer und wer kein Geld hat, muss auf Kriminalität oder alte Technik zurückgreifen.

Laut CD Projekt Red wird diese Spielwelt deutlich vertikaler sein als in der Witcher-Spielserie. Zur direkten Größe der Map wurde nichts offiziell bestätigt, aber der Umfang von Cyberpunk 2077 soll vergleichbar sein mit The Witcher 3. 

Es soll keinerlei Ladezeiten beinhalten, sodass man sich völlig ohne Unterbrechungen durch die Stadt bewegen kann.

Ob jedoch alle Ecken der Stadt sofort verfügbar sind und wie man Spieler erst im Verlauf der Story durch einzelne Orte lotst (z.B. durch anfangs zu starke Gegner), steht noch nicht fest. 

Night City Metro Karte

Die Stadtteile

  • City Center: Der ganze Stolz der Stadt und Sitz der Megakonzerne. Der Stadtteil ist durchzogen von Neonreklame und purem Luxus. 
  • Heywood: Wer sich in diesem hauptsächlich Latino-Viertel eine Bleibe leisten kann, der hat es im Leben bereits zu etwas gebracht. Das massive suburbane Viertel hat jedoch ein unterschwelliges Problem mit Gangs.
  • Pacifica: In diesem verkommenen und größtenteils verlassenen Stadtteil ist die Armut zu Hause. Laut Pen&Paper Rollenspielvorlage stand hier einst ein Vergnügungspark. In Cyberpunk 2077 ist es einer der gefährlichsten Orte der Stadt, überrannt von Gangs. Auch die Metro scheint hier nicht mehr allzu häufig Halt zu machen.
  • Santo Domingo: Hier stehen Kraftwerke und Fabriken, soweit das Auge reicht. 
  • Watson: Verwinkelte Gassen und Straßenmärkte dominieren das Erscheinungsbild des Stadtteils, in dem viele asiatische Kulturen beheimatet sind. Einst residierte hier ein Großkonzern, heute leben hier hauptsächlich Einwanderer.
  • WestbrookIn diesem Teil der Stadt steht nicht nur Japantown, sondern die Reichen der Stadt arbeiten und feiern auch hier. 

Weitere Interessante Orte

  • Below Deck: Ein Club mit Unterwasser-Flair, der in einem ehemaligen Aquarium eingerichtet wurde.
  • Orbital Air Space Center: Anscheinend ein Flughafen, der von dem Megakonzern Orbital Air betrieben wird. Bereits im Pen&Paper Rollenspiel Cyberpunk 2020 waren zivile Flüge zum Erdorbit und von dort zu Kolonien der Erde möglich. Ein Screenshot von der E3 zeigt fraglich ein Flugzeug, in dessen Außenfenstern die Erdkrümmung zu erkennen ist. 
  • Crystal Palace: Gerüchteweise soll jemand aus der Nähe des Entwicklerteams erfahren haben, dass CD Projekt Red an einem Level auf der Mondbasis Crystal Palace arbeitet. Die Mondbasis war im Rollenspiel Cyberpunk 2020 eine Art Las Vegas im Weltraum für Superreiche. 

Das Wetter

Die Spielwelt soll unterschiedliche Wetterlagen beinhalten, wozu auch Dunst/Nebel, sowie Regen und sogar saurer Regen gehören.

Fortbewegungsmittel 

Im Vergleich zu The Witcher ersetzen Auto und Motorrad das Pferd als Fortbewegungsmittel. 

Es wird Verfolgungsjagden geben und Drive-By-Shootings, während eine KI im Fahrzeug die Steuerung für dich übernehmen kann. 

Verglichen mit Spielen wie GTA V soll Cyberpunk 2077 zwar kein ebenso ausgeprägtes und großes Straßennetz verfügen, aufgrund der fehlenden Ladezeiten jedoch durchaus längere Fahrstrecken ermöglichen.

Da die Metro bereits im Trailer zu sehen war und uns ein detailliertes Bahnnetz mit neun Linien präsentiert wurde, wird sie höchstwahrscheinlich auch vom Spieler genutzt werden können.

Shuttles oder Gleiter sind zwar im Trailer bereits zu sehen gewesen, sollen aber leider nicht direkt steuerbar sein. Man nutzt sie allerdings passiv bei mindestens einer wichtigen Mission in der Story. 

In einer Szene des E3-Trailers war ein Taxi mit der Aufschrift CombatCabb zu lesen. Diese Taxen beförderten als einziges Unternehmen in der Tabletop-Vorlage die Fahrgäste auch in Kampfgebiete. Bisher hat CDPR nicht bestätigt, ob sie vom Spieler genutzt werden können.

Die Anfänge von Night City

Wir wissen, dass CD Projekt Red die Geschichte und das Spielsystem des Pen&Paper Rollenspiels Cyberpunk 2020 nutzt, jedoch eine alternative Zukunft erschafft, in der auch totgeglaubte Charaktere weiterhin am Leben sind. 

Daher konzentrieren wir uns auf die groben Eckdaten der Geschichte von Night City aus der Vorlage, von denen einige Details auch in der offiziellen Traileranalyse des Spiels angedeutet wurden.

Es begann mit der Vision eines Mannes namens Richard Night, der als Architekt und Städteplaner in den frühen 90er Jahren von der ultimativen Stadt träumte. Er spielte damit den Megakonzernen in die Hände, die sich zunehmend eigene Landstriche wünschten, die frei von Kriminalität, Armut oder Schulden waren. Night dagegen brauchte Kapital zur Errichtung seiner Traumstadt und fand 1992 mit der Arasaka Corporation, EBM und Petrochem die nötigen Finanzpartner.

Als Standort hatte Night stets SoCal (Southern California) für seine Stadt im Kopf und der ganze Landstrich an der Küste um die Del Coronado Bay gehörte bereits Petrochem. So wurde 1993 mit der Errichtung von Coronado City begonnen.

Leider wurden die ehemaligen Geschäftspartner aus dem früheren Unternehmen von Richard Night recht schnell neidisch und wollten ein Stück von dem Kuchen abhaben. Sie taten sich mit Kleinkriminellen aus dem Norden Kaliforniens zusammen und bedrohten Night mehrmals. Die Drohungen endeten schließlich in Sabotageakten. Richard Night wandte sich an die Megakonzerne, die sich sehr schnell und unauffällig um die Probleme kümmerten.

Der Druck wurde zu groß und Richard Night konnte sich nicht ewig schützen: Am 22. September 1998 erschoss ein Unbekannter Night in seinem Apartment. In Erinnerung an ihn wurde die Stadt anschließend von Coronado City in Night City unbenannt. 

Der Mob und die Konzerne

In den sieben folgenden Jahren versuchte die soziale Unterschicht angeführt von Kriminellen, der sogenannte Mob, die Kontrolle über die Stadt zu übernehmen. Während die Regierung und das Corporate Center (Stadtteil der meisten Konzern-Firmensitze) von den Megakonzernen kontrolliert wurde, dominierte der Mob den Dienstleistungssektor. Die Polizei war als Spielball der beiden Kräfte zunehmend machtlos. Stattdessen blühten die Gangs in Night City auf, die in den einzelnen Stadtgebieten tief verwurzelt waren und vom Mob und den Megakonzernen angeheuert wurden.

Im Jahr 2005 hatte der Mob schließlich die Oberhand gewonnen und kontrollierte die gesamte Stadt. Verbrechen und Mord waren innerhalb eines Jahre so häufig anzutreffen wie sonst in keinem ganzen Jahrzehnt. Die Anzahl der ungeklärten Morde stieg in die Tausende. Gangs erlebten ihre Hochphase und es war die Zeit, in der neue Gangs wie die Blood Razors oder Slaughterhouse ihre Geburtsstunde feierten.

Ein Krieg zwischen dem Mob und den Megakonzernen brauch aus, welcher als Mob War 2009-2011 in Night City wütete. Angeführt von der Konzernarmee der Arasaka Corporation zog man mit Fußsoldaten, Panzern, Gleitern und Spezialeinheiten gegen den Mob in den Kampf. Durch gezielte Tötungen und Bombardierungen aus der Luft wurden die Hauptquartiere des Mobs komplett zerstört, die gegen die hochgerüsteten Megakonzerne keine Chance hatten.

Die Megakonzerne übernahmen am Ende die Macht über Night City und setzten einen Strohmann als Bürgermeister ein, der stets ihre Interessen zu verfolgen wusste. Die Ruinen, die nach dem Kampf übrig blieben wurden renoviert und die ehemaligen Bewohner wurden erpresst, zusätzliches Geld zu zahlen oder obdachlos zu werden. Die verbesserten Wohneinheiten wurden sonst als Behausungen für das Konzernmilitär eingesetzt. 

Der letzte große Konzernkrieg

Während die Zeitlinie des Pen&Paper Rollenspiels Cyberpunk 2020 bereits drei Konzernkriege erlebte, fand die Hauptstory in der Firestorm-Buchreihe einen großen Höhepunkt, in dem sich die Megakonzerne Militech und Arasaka gegenüberstanden. 

Ausgelöst durch die Rivalität der beiden Aquatech-Firmen OTEC (Ocean Technology and Energy Corp) and CINO (Corporation Internationale Natuicale Et Oceanique)