Cyberpunk 2077 - Hacking

In Cyberpunk 2077 könnt ihr bei der Entwicklung eures Charakter V frei aus den drei Skilltrees Solo, Techie und Netrunner wählen. Bisher schwieg sich CD Projekt Red allerdings darüber aus, wie man sich das Net und die Rolle des Netrunners im Spiel vorstellen soll. Im Interview mit Eurogamer verschafft uns Senior Quest Designer Philipp Weber jetzt einen ersten Vorgeschmack. 

Philipp Weber im Interview mit Eurogamer: 

"Wir haben ein variables Klassensystem, in dem du dir die Skills auswählen kannst, die du willst. Du musst dich nicht von Anfang an für den den Netrunner entscheiden, aber du kannst die Skills aus seinem Skilltree wählen. Falls du auch Tech-Skills haben möchtest, dann kannst du die auch haben. Falls du sagst 'Nun, ich will Cyberpunk als Netrunner spielen' und all deine Skills dafür einsetzen willst, dann wollen wir auch die Quests so entwerfen, dass es sich für dich so anfühlt als würdest du sie als Netrunner spielen. Das bedeutet nicht, dass du Türen zum Öffnen einfach hackst anstatt sie aufzutreten. Wir wollen es so interessant machen, dass der Netrunner wirklich einem alternativen Weg folgen kann.

Die Fantasie der Netrunner beinhaltet, dass sie das Net fast wie Magie verwenden. Natürlich musst du dir erst einmal einen Zugang zum Netzwerk verschaffen, egal wo du gerade bist, aber sobald du drin bist, hast du die Kontrolle übernommen. Falls dort eine Sicherheitsanlage ist, kannst du die Sicherheitstürme gegen deine Feinde richten, während du an einem sicheren Ort sitzt. Auf diese Art erfüllst du also die Fantasie des Netrunners, aber es ist wichtig, dass wir niemals eine Situation haben, in der wir sagen 'Der Netrunner ist der Typ, der nicht kämpfen kann'. Wir wollen dir als Netruner interessante Skills geben, sodass du diese Fähigkeiten im Kampf auf interessante Weise einsetzen kannst. "

Das Pen & Paper Rollenspiel Cyberpunk 2020 gibt viele Anreize für mögliche Programme, die ein Netrunner in Cyberpunk 2077 im Kampf benutzen könnte. Hier haben wir mal ein paar Beispiele aufgelistet: 

"Stun" ist ein Programm, das den Gegner betäubt, in der stärkeren Version "Hellbolt" auch Schaden zufügt. "Spazz" dagegen löst beim Opfer einen epileptischen Anfall aus.

"Glue" ist ein Programm, welches von der NetWatch bei Festnahmen eingesetzt wird. Es macht den Gegner bewegungsunfähig und klebt ihn sprichwörtlich fest. 

Programme wie "Brainwipe", "Zombie" oder "Liche" grillen Teile des gegnerischen Gehirns, löschen Erinnerungen und lassen ihn als sabberndes Gemüse zurück.

"Firestarter" ist eines der Programme, welches wir bereits im E3-Trailer gesehen haben. Es überlastet die Cyberware des Opfers, verschmort Kabel und setzt die Tech in Brand. Im Trailer wurden die Köpfe eines Arasaka-Mitarbeiter und eines Flugzeugpassagiers in Grillkohle verwandelt.

"Thug" lässt euch einen virtuellen Schläger heraufbeschwören, der euer Ziel vermöbelt und dabei sogar Grußnachrichten oder lustige Melodien auf euren Wunsch hin abspielen kann.

"Dummy" erzeugt ein Double des Netrunners zur Ablenkung, wogegen "Evil Twin" gleichzeitig Schaden von euch abwendet und sich auch gegen Gegner verteidigt.  

"Threat" dagegen ist laut Rollenspielvorlage ein Werk deutscher Programmierer, welches unterschwellig Unbehagen und ein Gefühl von Gefahr beim Ziel erzeugt - ideal geeignet also für Einschüchterungsversuche. 

Bisher ist noch nicht bekannt wie das Net visuell im Spiel repräsentiert wird. Wir sahen während der Gameplay-Demo einen Hackvorgang bei einem der Mahlstrom-Gangmitglieder, allerdings soll das gezeigte System laut CD Projekt Red nicht das Net selbst darstellen.

Klingt der Netrunner für euch reizvoll? Welchem der drei Pfade würdet ihr hauptsächlich folgen?

Eurogamer.net - The big Cyberpunk 2077 interview