Cyberpunk 2077 - Jackie im Schusswechsel

Lange  Zeit konnten wir keinen Blick mehr hinter die Wände von CD Projekt Red werfen. Dank der fleißigen Bienen aus den Reddit-Foren wurde ein aktuelles Interview der spanischen Website AreaJugones mit Quest Designer Mateusz Tomaszkiewicz übersetzt. Er sprach unter anderem über den aktuellen Entwicklungsstand und Inspirationen durch andere Games. 

Tomaszkiewicz über die Unterschiede zur Demo aus dem Vorjahr:
Wie wir wissen, befindet sich das Spiel weiterhin in Entwicklung und natürlich möchte ich, dass das Spiel so gut wird wie es nur sein kann, wenn es fertig ist.  Wir verfeinern es kontinuierlich und denken darüber nach, wie wir das Spiel interessanter und das Gameplay cooler machen können. Tatsächlich zeigte die Demo letztes Jahr nur ein kleines Fragment des eigentlichen Spiels. Es gab kein klares Bild, wie das Spiel in eine offene Welt passt oder wie das Gesamtbild aussehen wird. Es gibt also viele Dinge, die wir bisher nicht gezeigt haben und an denen wir noch arbeiten. Ich würde sagen, dass das Spiel recht anders ist als das, was wir letztes Jahr gezeigt haben und es gibt eine Menge Details, an denen wir aktuell arbeiten. 

Im Interview betont der Entwickler, dass das Spiel vor allem ein RPG sei, dem eine Egoperspektive und Shooterelemente hinzugefügt wurden. Es gebe viele interessante Rollenspielmechaniken, die bisher noch nicht gezeigt wurden und beim Waffengebrauch zum Einsatz kommen werden. Shooterfreunde dürfen sich zudem auf eine große Auswahl an Waffen freuen und auf viele weitere Smart Guns mit kleveren Sonderfunktionen, von denen es einige bereits in der Demo zu sehen gab.

Es wurde zudem auf die Frage einegangen, ob sich der Shooteranteil realistisch oder arcadelastig anfühlen würde. Kämpfe würden sich laut Tomaszkiewicz nicht so realistisch anfühlen wie bei einem Shooter aus dem 2. Weltkrieg, bei dem ein Kopfschuss tötet, aber auch nicht wie Borderlands oder Bulletstorm. Auf der anderes Seite würde die Deckung eine wichtige Rolle spielen und Schadenspunkte, die euch angezeigt werden.

Der Quest Designer erzählte AreaJugones, dass Geralt und Ciri für die Fans der Witcher-Trilogie sehr bedeutende Charaktere waren, man allerdings bei Cyberpunk 2077 ebenso viel Wert auf die Charaktergestaltung legen würde und sich die Spieler auf tolle NPCs freuen dürften. Mateusz Tomaszkiewicz sieht im nicht-linearen Gameplay eine deutliche Verbesserung zu The Witcher, da die eigene Charaktererstellung bzw. die Wahl der Mittel das Erfüllen von Missionen viele neue Möglichkeiten schafft.

Vampire: The Masquerade – Bloodlines und das erste Deus Ex hätten Tomaszkiewicz besonders geprägt und er lobte beide für die vielfältigen Lösungsmöglichkeiten. Vampire lobte er, da bei diesem RPG bereits schon einmal der Genremix mit einer Egoperspektive aufging. Die Spiele der The Elder Scrolls-Reihe seien ebenfalls eine Inspiration bei der Entwicklung von Cyberpunk 2077, selbst wenn es sich hier um Fantasy-Titel handelt.