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Crash Test Dummy

Bei der Preview konnte ich mich das erste Mal hinter das Steuer des Quadras setzen und selber fahren. Wo es zuerst hinging - zu Viktor oder einmal um den Block? Quatsch, erst mal vor die Wand! 

Ich wollte unbedingt das Schadensmodell ausprobieren und schrappte also erst mal gute zwei Kilometer lang mit dem Quadra entlang der Leitplanke - sehr zur Verwunderung der übrigen Verkehrsteilnehmer. Die ersten Kratzer an der Karosserie waren mir damit schon mal sicher. Weiter gings mit frontalen Vollbremsungen am Pfeiler einer Autobahnunterführung. Dicke Delle vorne an der Motorhaube und die Frontscheibe hat sich gleich verabschiedet - prima, dann zirkuliert im Sommer auch die Luft im Auto besser. Dann ein paar coole Driftmanöver mit der Fahrertür gegen Poller auf dem Bürgersteig und parkende Autos, bis die Tür total verbeult nicht mehr zu schließen ist und bei jeder Kurve ausschwenkt. Herrlich. Jetzt nur nicht übertreiben, schließlich musste ich noch zu Jackie und da sollte sein Wagen zumindest in einem Stück ankommen. 

Ich hätte es noch weiter treiben können mit dem Abwracken des Autos, bis es schließlich zum Brand oder einer Explosion gekommen wäre. Das wäre allerdings schlechter mit Vs Überleben vereinbar gewesen.

Richtige kritische Trefferzonen scheinen die Fahrzeuge momentan noch nicht zu besitzen, außer ihr erschießt den Fahrer - dann bleibt das Fahrzeug überraschenderweise irgendwann stehen. 

Insgesamt war ich vom Fahrverhalten ziemlich überzeugt und das Herumkurven in der Stadt machte mir wirklich Spaß, zumal man auf Geraden mal ordendlich Gas geben konnte. Manchmal war die Reaktion des Autos meiner Meinung nach einen Tick zu hakelig. 

Leider nur Serienausstattung 

Ihr erinnert euch vielleicht, dass für Vs Auto Tuningmöglichkeiten von den Entwicklern zuvor angedeutet wurden, allerdings fallen die im finalen Spiel wohl deutlich simpler aus. 

Wir hatten vor kurzem einem Artikel veröffentlicht, bei dem wir euch den umgebauten Quadra Type-66 des Raffen Shiv-Clans Wraith vorgestellt haben. Beim Vergleich des „Reaver“-Mods mit der Standardausführung des Wagens hatten wir auf jeden kleinen Unterschied der Modelle geachtet und so Rückschlüsse auf auf das Tuning der Karre gezogen (veränderbare Stoßstange und Frontlichter, Motorhaube, Dach und Fenster, Seitentüren mit Seitenspiegeln, Räder mit Radkappen und Radkästen, Paintjobs…). 

Nun gibt’s zu diesem Thema ein Update: Es wird keine individuellen Anpassungen oder Tuning-Möglichkeiten für Fahzeuge geben.

Das mag einige Fans vielleicht enttäuschen, weil man sich zunächst auf jedes jemals von Entwicklern geäußerte Feature freut, fällt aber für mich persönlich nicht so sehr ins Gewicht. Cyberpunk 2077 ist eben kein Need for Speed oder GTA und man sollte sich sonst einfach mal an die Tuning-Optionen von Plötze in Witcher 3 erinnern…

Außerdem sagte mir Fabian Döhla, dass man stets für das Feedback der Fans offen sei und wenn Autotuning besonders gefragt sei, man diesen Aspekt vielleicht zukünftig weiter ausbauen könnte.

Der Quadra und gestohlene/gekaufte Fahrzeuge lassen sich in der Garage abstellen für den späteren Gebrauch. Aus der Preview schlussfolgere ich, dass die Garage eher ein Teil des Parkhauses in dem Megabuilding ist, in dem V wohnt und kein eigener, privater Ort im Spiel. Wie viele Fahrzeuge hier stehen können, konnte man mir leider nicht sagen.

In Night City gibt’s schon richtig coole, wundervoll ausgearbeitete Autos (u.a. einen meiner persönlichen Favoriten: Eine Art Stretch-Limo mit vier Reifen vorne, die mich an den Wagen aus Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen erinnert), doch zumindest in den von mir besuchten Stadtbezirken wiederholten sich die Automodelle recht schnell, sodass ein bisschen mehr Vielfalt bis zum Release nicht schaden würde.

Auf’s Motorrad konnte man sich in der Preview-Build leider nicht schwingen, weil diese Fahrzeugklasse momentan überarbeitet wird und dazu aus der aktuellen Version entfernt wurde. Yaiba Kusanagi & Friends sind aber selbstverständlich im fertigen Spiel enthalten.