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Vor uns parkt ein rotes Motorrad, vergleichbar zu dem aus der Collector’s Edition. V schwingt sich auf den fahrbaren Untersatz und ab geht die Post durch das graue Ödland von Pacifica. Wir kommen vorbei an riesigen, unfertigen Prachtbauten, daneben eine Neonreklame mit „Willkommen in Paradies“. Die Reklame zeigt schöne Hotels mit einem Yachthafen, die es nie geben wird. Der gräulich-gelbe Himmel wechselt zu einem leichten Rot bevor die Nacht über Pacifica hereinbricht. Wir brettern über dunkle Highways und fühlen uns fast an die Outlands aus dem Sci-Fi Epos Tron erinnert. 

V kommt am Zielpunkt an und trifft auf eine Patrouille der Voodoo Boys. Die beiden Jungs sitzen eher entspannt auf bzw. in einem Wagen, der aussieht als wäre er den 80ern entsprungen. Richtig ernst nehmen tun sie ihren Job wohl nicht, aber auf der anderen Seite sei es laut ihren Aussagen eher langweilig geworden, da kaum feindliche Aktivität zu sehen sei. Die Animals hätten nur ein paar Ausflüge gemacht, um Vorräte aufzufüllen und wären dann wieder in der GIM verschwunden. 

Laut CD Projekt Red kann sich der Spieler frei entscheiden, wie er das Gebäude betreten möchte. Mutige und schwer aufgerüstete Vs wollen vielleicht den Vordereingang wählen, aber hier entscheidet man sich lieber für den Lieferanteneingang. V versteckt sich hinter Kisten, denn die Garage wird gut bewacht.

Dank der Augenimplantate kann unser männlicher V mit Hackerskillset die Animal-Gang vor Ort bereits aus der Entfernung unter die Lupe nehmen und ihnen ausweichen. Das zu sichernde Zielobjekt stellt sich als Van heraus, der eine besondere Bedeutung haben muss.

Obwohl der Name es vielleicht vermuten lässt, handelt es sich bei den Animals nicht um Exotics, also nicht um Menschen, die sich mit tierischer Cyberware fast in Fabelwesen verwandelt haben. Stattdessen handelt es sich bei den Animals um wahre Muskelprotze, die sich dank einer Droge namens Juice übermenschliche Kraft und Reflexe aneignen. Sie lieben Workouts und schrecken nicht davor zurück, ihre körperliche Überlegenheit in Martial Arts Kämpfen zu demonstrieren. 

V schleicht sich von hinten an einen Animal heran, nimmt ihn in den Schwitzkasten. Ab diesem Moment könnt ihr den Gegner als Schutzschild verwenden, ihn in den Schlaf schicken oder gleich ins Jenseits befördern. Ein Menü taucht in solchen Momenten auf und lässt euch stets die Wahl, denn laut CDPR könnt ihr das ganze Spiel als Pazifist beenden, ohne auch nur einer Cybefliege ein Haar zu krümmen. Aktuell nutzen wir jedoch einen Müllcontainer, um den Gegner daran KO zu schlagen und ihn sofort darin „zu entsorgen“. 

Wir kommen an einigen verschlossenen Türen vorbei und die Entwickler deuten bereits an, dass es überall im Spiel solche Passagen geben wird. Je nach Ausrüstung könnt ihr solche Türen öffnen oder später einmal zurückkehren, um zu schauen, was sich dahinter befindet. Aktuell hat unser Hacker nicht genügend Muckis, um die Türen aufzustemmen. 

Was uns aber sehr wohl gelingt ist ein Zugriff auf ein Terminal, welches wir mit einem Minigame hacken. In den wenigen Sekunden auf dem Bildschirm ist dieses nur schwer zu durchschauen. Es gilt mehrere Kombinationen aus Zahl und Buchstabe auf einem Raster zu finden (z.B. 5H, dann 3F usw.). Dazu sind auf dem Bildschirm wahrscheinlich etwa 25 Kombinationen zu sehen, die man per Zeile und Spalte ansteuern kann. Nach einem erfolgreichen Hack erhält V Zugriff auf die Steuerung einer Überwachungskamera in der Nähe, welche gleich deaktiviert wird. Wenn man sich besonders geschickt im Minigame anstellt, kann man laut CDPR mehr Zugriff zum Netzwerk der Mall erhalten und sogar Malware hochladen. Unser V in der Demo ist jedoch noch lange kein Profihacker, weswegen wir nur die Basics verändern können. Das Minigame wird nicht bei jedem Hack nötig sein und wahrscheinlich je nach Schwierigkeit zu überspringen sein.

Placide schaltet sich in dem Moment hinzu und mahnt an, dass noch ein weiterer, feindlicher  Netrunner im System ist und bereits von der Anwesenheit Vs erfahren hat. Weitere intensive Hacks sollte man daher unterlassen.

Ein Stückchen weiter in der Mall haben sich die Animals einen Trainingsraum eingerichtet. V pirscht sich an eine Gruppe Animals heran, die gerade mit einem Trainingsbot boxen. Aus der Entfernung wird ganz ohne Minigame per „Instant Hack“-Skill die Kontrolle über den Trainingsbot übernommen. Die Sicherheitsprotokolle des Bots werden übergangen und etwas mehr Wumms zum Punch hinzugefügt. Das Ergebnis: Der Bot holt zum Schlag aus und zermatscht das Gesicht eines Animals wie eine überreife Melone, die ganze Soße spritzt umher. Andere Animals eilen zur Hilfe, um sich den Unfall genauer anzuschauen. Die ideale Gelegenheit, um sich weiter an ihnen vorbeizuschleichen. 

Links sind mehrere Trainingsbänke mit schweren Gewichten aufgebaut. Es gibt wenig Deckung, um unbemerkt weiter zu kommen und vor uns drückt ein Animal ununterbrochen mehrere hundert Kilos in die Luft. Der ideale Zeitpunkt um ähnlich wie z.B. im Spiel Hitman einen weiteren kleinen „Unfall“ zu provozieren. Wir hacken die Trainingsbank, entriegeln die Sicherheitssperre und machen es dem Muskeltier etwas schwerer. Wie in einer Autopresse wird dieser zerquetscht und wird sich trotz Reha sicherlich nicht mehr erholen. 

Wir schleichen uns eine Rolltreppe rauf und treffen auf zwei weitere Animals vor einem Getränkeautomaten. Hier haben wir dank eines Hacks, der ebenfalls einem „Control“-Programm aus Cyberpunk 2020 entsprechen kann, die Möglichkeit, ein paar Getränkedosen auszuwerfen. Die Animals drehen sich um, wundern sich über die Dosenspende und genießen die letzten Sekunden ihres Lebens. V sprintet voran und zückt ein Nanowire, eine Art Laserpeitsche, welche aus den Animals prompt Gehacktes macht. Das Nanowire ist ebenfalls eine alter Bekannter aus dem Pen & Paper RPG Cyberpunk 2020, welches dort vom Hersteller Kendachi als Waffe produziert wurde und als integrierte Cyberware unter dem Namen Slice & Dice bekannt war. 

Wir sind fast beim Van angekommen als CDPR dank eines Devtools zu einem weiblichen V mit starken Soloskills wechselt. Wir spielen das Segment in der Mall erneut. 

Als superstarke V gelingt es uns dieses Mal, die verschlossenen Türen einfach per Hand aufzustemmen. Sehr cool sieht es aus, wenn die Hände von V in der Egoperspektive nach den Türspalten greifen und die einzelnen Panzerplatten ihrer Cyberware-Arme unter der Belastung auseinandergleiten und wir teilweise in den Arm hineinschauen können. V öffnet so weitere Türen, sodass wir die meisten Feinde direkt umgehen können und uns aus einer anderen Richtung dem Van nähern. Gefühlt wiederholen sich hier die Animationen beim Aufstemmen der Türen ein wenig, sodass man sich mehr Variationen wünscht. 

Wir landen in einer größeren Halle über dem Van und scannen die Umgebung. Hier entdecken wir direkt vor dem Fahrzeug die Anführerin der Animals mit Namen Sasquatch. Wir drehen uns wieder um und wollen uns durch die Schlafquartiere der Animals schleichen als uns einer von ihnen entgegenkommt. Wir prügeln uns und nutzen sowohl eine angebrochene Flasche als auch eine dreieckige Klinge, um den Gegner und seine jetzt aufgeweckten Freunde zu erledigen.

V levelt nach dem Kampf auf und für wenige Sekunden erhaschen wir einen Blick auf den Skilltree, bei dem unterschiedliche Waffentypen zu sehen sind. Die Skills verbessern sich in Cyberpunk 2077 je nach Gebrauch, werden aber von den Attributen beeinflusst und ihr könnt zusätzlich Perks freischalten. Da wir in den Schlafräumen einen Revolver finden, schaltet der CDPR-Mitarbeiter den Handwaffen II-Skill frei. 

Die Momente des Schleichens sind vorbei und V wirft sich ins Gefecht. Ein Gegner wird gepackt, um ihn als Schild gegen den einprasselnden Kugelhagel zu verwenden. Unsere Heldin wird von einem Geschützturm erfasst und wir rennen schnell zu ihm hin. V packt kurzerhand den ganzen Geschützturm und reißt unter Funkenschlag die ganze Railgun aus der Verankerung. Die Animals bemerken, dass sich da ein ordentliches Problem auftut und stürmen mit übermenschlicher Geschwindigkeit auf V zu. Aufgrund der enorm schnellen Sprints sind die Animals kurzzeitig unsichtbar und tauchen dann erst einige Meter weiter wieder auf. Doch das reicht nicht aus, um V kaltzustellen. Dank ihrer starken Cyberware hält V mit der dicken Wumme solange auf die Animals drauf, bis sich nichts mehr rührt.Der Weg zum Van ist frei.

Die Entwickler springen nun zurück zum männlichen V mit den Hackerskills. Dieser nutzt mehrfach das Nanowire, um Gegner meistens mit einem One-Hit-Kill aus dem Weg zu räumen. Das Nanowire besitzt außerdem eine zweite Funktion mit der wir Gegner aus der Entfernung fesseln und hacken können. Dadurch hat V die Möglichkeit, Gegner soweit umzuprogrammieren, dass sie sich selbst mit ihren Granaten in die Luft jagen oder durch einen Hack der Cyberware-Arme mit der eigenen Pistole selbst das Licht ausblasen. Mit einem Hack eines Anführers ist es sogar denkbar, dass sich der Hack auf die Untergebenen ausbreitet. Nach dem Massensterben ist auch für den männlichen V der Weg zum Van frei. 

V klinkt sich in den Van ein und entdeckt mit Placide zusammen, dass das Fahrzeug einer Abhöreinheit von NetWatch gehört. Die Cyberspace-Polizei nimmt dadurch alle Aktivitäten der Voodoo Boys auf, um sie gegen sie zu verwenden. Es befindet sich sogar ein Agent der NetWatch im Gebäude, den es zu erledigen gilt.

Die Animals, die mit der NetWatch kooperieren, versuchen V aufzuhalten, doch ein geübter Hack des Geschützturms lässt ihn schnell für uns arbeiten und sorgt in kurzer Zeit für Ruhe auf dem Schlachtfeld.